Alles was Sie für Ihr Vorstellungsgespräch wissen müssen
Nur 23 % aller Bewerbungsgespräche führen zu Einstellungen.¹ Langwierige Prozesse, unangenehme Fragen und verwirrende Kommunikation gibt es oftmals inklusive. Das löst bei vielen Bewerbern Stress aus – schon bevor das erste Gespräch angefangen hat.
Als Personalberatung platzieren wir jedes Jahr Kandidaten in neue Positionen. Wir trainieren überzeugende Selbstvermarktung, sorgen für den perfekten Auftritt und bereiten auf knifflige Fragen vor – vom passenden Outfit bis zur Gehaltsverhandlung. Unsere Erfahrung zeigt: Die richtige Vorbereitung ist schon eine halbe Zusage.
In unserem Guide steht alles, was Sie für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch brauchen. So bringen Sie beim nächsten Mal mehr Vorfreude und weniger Schweißperlen mit.
Wir haben die fünf wichtigsten Tipps in diesem Video zusammengestellt:Einladung zum Vorstellungsgespräch
Herzlichen Glückwunsch: Ihre Unterlagen haben überzeugt. Sie sind eine Runde weiter und zum ersten Vorstellungsgespräch eingeladen. Was sollten Sie beachten und wie reagieren Sie am besten auf die Einladung?
Einladungsschreiben: Wichtige Informationen sammeln
Das Einladungsschreiben enthält wichtige Informationen zum Setup Ihres ersten Gesprächs. Lesen Sie es sorgfältig und stellen Sie alles zusammen, was für den weiteren Bewerbungsprozess hilfreich sein kann. In aller Regel beantwortet das Einladungsschreiben die klassischen W-Fragen:
- Wann ist ihr Gesprächstermin?
- Wo findest das Gespräch statt?
- Wer ist dabei?
- Was sollten Sie mitbringen?
- Wie lange wird es dauern?
- Handelt es sich um ein Assessment Center?
Termin bestätigen
Sie haben alle Informationen, die Sie für Ihr erstes Gespräch brauchen? Wunderbar! Bestätigen Sie Ihren Termin per E-Mail oder rufen Sie ihre Ansprechperson an und:
- Bedanken Sie sich für die Einladung.
- Bestätigen Sie den Termin mit einer expliziten Zusage.
Sie haben alle Informationen, die Sie für Ihr erstes Gespräch brauchen? Wunderbar! Bestätigen Sie Ihren Termin per E-Mail oder rufen Sie ihre Ansprechperson an und:
Termin verschieben
Sie haben schon lange vor Ihrer Bewerbung einen Urlaub gebucht oder erkranken kurz vor dem vereinbarten Termin? Das kommt vor. Kontaktieren Sie die Ansprechperson und bitten Sie darum, den Termin zu verlegen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Bitte gut begründen können. Zu den guten Gründen zählen:
- Eine kurzfristige Erkrankung
- Lange geplante Urlaube
- Wichtige private Termine (z.B. Hochzeiten im engsten Umfeld)
Darüber hinaus gibt es auch schlechte Gründe für eine Terminverlegung. Dazu zählen:
- Andere Bewerbungsgespräche zur gleichen Zeit
- Langfristig geplante Arztbesuche, Vorsorgeuntersuchungen
- Verschiebbare private Termine
Achten Sie darauf, dass Sie bei Ihrer Bitte um einen Alternativtermin immer einen guten Grund angeben. Im Zweifel müssen Sie ein wenig an der Wahrheit drehen. Bieten Sie in jedem Fall proaktiv drei Alternativvorschläge an. Melden Sie sich am besten telefonisch bei Ihrer Ansprechperson, so können Sie gleich gemeinsam einen neuen Termin finden.
Selbstpräsentation
Die Selbstpräsentation ist fester Bestandteil des ersten Bewerbungsgesprächs. Nutzen Sie die Gelegenheit: Jetzt haben Sie circa fünf Minuten, um sich vorzustellen. Hier kommt es auf Präzision und eine überzeugende Story an – Selbstvermarktung ist gefragt.
Lesen Sie in diesem Teil des Gesprächs niemals von Ihren Unterlagen ab. Den Text sollten Sie im Schlaf beherrschen. Proben Sie die Selbstvorstellung zuhause – am besten vorm Spiegel oder mit Freunden.
Selbstvorstellung: Wie schreibe ich mein Drehbuch?
Legen Sie sich vor dem Gespräch eine Story zurecht, die einen Bezug zu Ihrer angestrebten Rolle herstellt. Sie dürfen dabei selektieren: Manche Ihrer Qualifikationen und Erfolge sind für die angestrebte Stelle vermutlich wichtiger als andere. Marketing in eigener Sache gelingt Ihnen mit diesem Schema:
Wer bin ich?
- Name, Alter, Herkunft
- Was ist mein höchster Abschluss?
- Welche berufliche Erfahrung konnte ich sammeln?
Was kann ich?
- Welche Kenntnisse habe ich?
- Welche Zertifikate kann ich vorweisen?
- Welche messbaren Erfolge konnte ich feiern?
Was will ich erreichen?
- Was sind meine Stärken?
- Was motiviert mich?
- Welche Ziele möchte ich (in der neuen Rolle) erreichen?
- Welchen Mehrwert bringen meine Fähigkeiten?
Seien Sie möglichst konkret und präzise. Zahlen zu Ihren bisherigen Erfolgen sind besonders wirksam. So können Sie Ihren Mehrwert gut veranschaulichen und Personalern klar machen, dass Sie eine wertvolle Ressource für das Unternehmen sind.
Körperhaltung
Der erste Eindruck zählt: Diese uralte Weisheit gilt auch für Vorstellungsgespräche. Körperhaltung, Mimik und Gestik beeinflussen stark, wie Außenstehende Sie wahrnehmen. Wer mit verschränkten Armen fast vom Stuhl rutscht, wird es schwer haben. Und dennoch: Nervosität ist bei einem Bewerbungsgespräch keine Seltenheit. Ein verlegener Blick oder eine unüberlegte Geste sorgt noch lange nicht dafür, dass Sie raus sind.
Mit welcher Körpersprache kann ich meine Chancen verbessern?
Als Grundsatz können Sie sich merken: Ruhe bewahren ist professionell, übertriebene Selbstkontrolle ist unsympathisch. Mit anderen Worten: Finden Sie einen gesunden Mittelweg. Halten Sie Ihre Nervosität unter Kontrolle, vermeiden Sie hektische Bewegungen und wippen Sie auf keinen Fall mit Ihren Beinen. Auch in Ihrem späteren Job werden Sie stressige Situationen erleben.
Das Bewerbungsgespräch gibt Personalern einen guten Eindruck davon, wie Sie sich unter Druck verhalten und ob Sie die Ruhe bewahren. Achten Sie auf diese Punkte, um einen souveränen Eindruck zu machen:
- Setzen Sie sich bequem und aufrecht.
- Halten Sie Blickkontakt mit den Anwesenden.
- Achten Sie auf empathische Mimik – Lächeln und Nicken.
- Lassen Sie Ihre Hände auf dem Tisch ruhen.
- Setzen Sie gezielte Gesten ein.
- Begrüßen Sie alle Anwesenden mit einem festen Händedruck – aber ohne Machtkampf.
Outfit und Erscheinungsbild
Ihr Outfit trägt maßgeblich zum ersten Eindruck bei. Ein professionelles Erscheinungsbild geht mit einer gepflegten Kleiderordnung einher. Ihr Gegenüber registriert sofort, ob Sie den Code beherrschen. Denn so sehr wir uns auch bemühen, Äußerlichkeiten beeinflussen uns. Daher sollten Sie beim Bewerbungsgespräch gewisse Standards einhalten. Grundsätzlich gilt:
- Understatement: Im Finance & Controlling ist weniger mehr – zumindest beim Outfit.
- Farben: Gedeckte Töne wirken professionell und souverän.
- Pflege: Ihre Kleidung sollte immer sauber und faltenfrei sein.
- Passform: Für Komfort sorgt, was gut sitzt. Probieren Sie Ihr Outfit vorher an.
- No-Gos: Sportkleidung, schrille Farben und alles, was eng anliegt sind tabu.
Welche Regeln sollten Sie also beachten, um mit Ihrem Erscheinungsbild zu überzeugen?
Empfehlungen für Frauen
- Kleidung: Kostüm oder Hosenanzug und Bluse sind die bevorzugten Optionen im Finance & Controlling.
- Make-up: Dezente, natürliche Looks wirken sympathisch und professionell.
- Haare: Einfache Hochsteckfrisuren oder ein Zopf sind ideal, so fallen im Gespräch keine Haare ins Gesicht.
- Schmuck: Uhren, Ringe oder Halsketten können Ihre Persönlichkeit unterstreichen. Aber auch hier gilt: zu viel ist zu viel.
- Schuhe: Wir empfehlen Pumps oder Ballerinas mit maximal sechs Zentimetern Absatz.
Empfehlungen für Männer
- Kleidung: Anzug, Hemd und Krawatte sind im Finance & Controlling Standard. Mit dunkelgrauen oder dunkelblauen Anzügen und weißen oder hellblauen Hemden sind Sie auf der sicheren Seite. Schwarze Anzüge sollten Sie Star-Architekten und traurigen Anlässen vorbehalten.
- Haare: Ihre Frisur und Ihr Bart sollten frisch gestutzt sein. Beachten Sie, dass übermäßiger Einsatz von Gel oder Wachs oftmals unprofessionell wirkt.
- Schmuck: Armbanduhren und Ringe sind übliche Accessoires. Wählen Sie dezente Modelle, die zu Ihrem Outfit passen.
- Strümpfe: Tragen Sie Strümpfe – keine Socken. Auch im Sitzen darf keine Haut zu sehen sein.
- Schuhe: Lederschuhe sind ein Muss. Mit einem Oxford-Modell machen Sie alles richtig. Achten Sie auf die Farbkombination: schwarze Schuhe zu (dunkel)grauen Anzügen, dunkelbraune Schuhe zu blauen Anzügen.
Sollten Sie unsicher sein, nehmen Sie immer die formellere Option. Übertreffen Sie die Kleiderordnung lieber ein wenig, als im Hemd vor einem Dreiteiler zu sitzen. Unser Tipp: Schauen Sie sich die Mitarbeiterporträts auf der Webseite Ihres zukünftigen Arbeitgebers an. Sie geben einen guten Eindruck davon, welches Erscheinungsbild verlangt wird.
Sie haben das passende Outfit gefunden und sind inhaltlich top vorbereitet? Dann kann das erste Vorstellungsgespräch kommen.
Ablauf des (ersten) Vorstellungsgesprächs
Vorstellungsgespräche folgen einem strikten Ablauf. Gut für Sie! So können Sie sich ideal vorbereiten und beherrschen das Protokoll. Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Phasen eines typischen Bewerbungs-gesprächs zusammengefasst.
Begrüßung
Aller Anfang ist schwer: Die Nervosität ist groß und das Eis muss noch brechen. Zu Beginn des Vorstellungsgesprächs gehen Sie am besten so vor:
- Stellen Sie sich mit Ihrem vollen Namen vor.
- Geben Sie allen Anwesenden – fest und ohne Knochenbrüche – die Hand.
- Setzen Sie sich erst, wenn Ihnen der Platz angeboten wird.
- Legen Sie Ihre Unterlagen vor sich ab, damit Sie während des Gesprächs nicht kramen müssen.
- Falls Sie ein Getränk angeboten bekommen, nehmen Sie es dankend an. Ablehnung wirkt negativ, ob Sie Durst haben oder nicht.
Smalltalk
In aller Regel platzen Personal nicht sofort mit den kompliziertesten Fragen ins Gespräch. Zu Beginn sorgt etwas Smalltalk für eine entspannte Atmosphäre und nimmt die erste Anspannung. Unterschätzen Sie diese Phase nicht: Wir alle bilden schnelle Urteile – selbst, wenn wir uns um eine neutrale Haltung bemühen. Denken Sie in dieser Phase an folgendes, um direkt zu punkten:
- Signalisieren Sie Offenheit durch freundliche Mimik.
- Erzählen Sie eine kurze Anekdote von Ihrer Anreise.
- Stellen Sie offene Rückfragen, um das Gespräch am Laufen zu halten.
- Vermeiden Sie ausschweifende Erzählungen und einsilbige Antworten. Ihr erster Eindruck sollte weder „Labertasche“ noch „sozial inkompatibel“ sein.
- Spielen Sie sich gegenseitig den Ball zu und adaptieren Sie die Körpersprache der Anwesenden. Wir finden generell Gefallen an Menschen, die uns ähneln – nutzen Sie diesen Effekt.
Selbstvorstellung
Jetzt sind Sie dran. Den Text für die Selbstvorstellung haben Sie mit unseren Tipps perfekt einstudiert und überzeugen die Unternehmensvertreter. Beschreiben Sie Ihre beruflichen Erfolge, Ihre Motivation und die Ziele in Ihrer neuen Rolle – mit konkreten Beispielen und Kennzahlen.
Smalltalk
Der größte Teil ist geschafft! Gegen Ende des Bewerbungsgesprächs haben Sie Gelegenheit, Ihre Rückfragen zu stellen. Auch hier lohnt sich eine gründliche Vorbereitung: Wenn Sie keine Rückfragen stellen, signalisieren Sie Desinteresse. Und in einem 45-minütigen Gespräch können Sie gar nicht alles erfahren haben, was es für Ihren nächsten Job zu wissen gibt. Also: Fragen Sie – immer.
Mit wohlüberlegten Rückfragen zeigen Sie, wie gut Sie sich vorbereitet haben. Je tiefer Ihr Verständnis für Unternehmen und Rolle desto gründlicher können Sie fragen. Das wird Ihnen positiv angerechnet. Fragen Sie zum Beispiel:
- Was macht den idealen Kandidaten für die Stelle aus?
- Was zeichnet die Zusammenarbeit meines zukünftigen Teams aus?
- Welcher Führungsstil wird in Ihrem Unternehmen gepflegt?
- Woran messen Sie den Erfolg Ihrer Mitarbeiter?
- Wie fördern Sie Ihre Mitarbeiter?
- Wann kann ich mit einer Entscheidung rechnen?
Es gibt keine dummen Fragen? Doch: Es gibt ein paar No-Gos, die Sie unbedingt vermeiden sollten. Fragen Sie nicht:
- Welche Produkte/Dienstleistungen bietet Ihr Unternehmen eigentlich an?
- Wofür kann ich bei Ihnen gekündigt werden?
- Wie stehen denn jetzt meine Chancen?
Was das Unternehmen macht, sollten Sie spätestens seit Ihrer Vorbereitung wissen. Und Ihre Chancen auf die Stelle wird Ihnen kein guter Personaler im laufenden Interview verraten. Erfragen Sie stattdessen, wann eine Entscheidung über die Besetzung der Position getroffen wird – dann müssen Sie sich erstmal gedulden.
Abschluss
Last but not least: der Gesprächsabschluss. Jetzt gilt es, auch einen guten letzten Eindruck zu hinterlassen. Die Anspannung fällt ab, die Nervosität lässt nach und ruckzuck sagen Sie etwas Unüberlegtes. Achten Sie deshalb am Ende des Gesprächs auf diese drei Punkte:
- Bedanken Sie sich für das gute Gespräch.
- Betonen Sie nochmals, wie gerne Sie die Stelle ausfüllen würden.
- Bleiben Sie professionell – auch wenn die Erleichterung raus will.
Geben Sie zum Abschied allen Anwesenden die Hand, bedanken Sie sich namentlich und – falls das noch offen ist – ermitteln Sie eine Ansprechperson für Rückfragen. Sobald Sie das Gebäude verlassen haben, können Sie Ihre Erleichterung herauslassen. Glückwunsch: Das Vorstellungsgespräch ist gemeistert!
Nachbereitung: Dankschreiben
Nehmen Sie sich auch nach dem Gespräch nochmal Zeit. Was lief gut? Wo möchten Sie beim nächsten Mal anders antworten? Diese Nachbereitung hilft, beim nächsten Gespräch noch überzeugender zu sein.
Nehmen Sie sich auch nach dem Gespräch nochmal Zeit. Was lief gut? Wo möchten Sie beim nächsten Mal anders antworten? Diese Nachbereitung hilft, beim nächsten Gespräch noch überzeugender zu sein. Verfassen Sie unbedingt ein Dankschreiben im Anschluss an Ihren Termin. Schicken Sie es spätestens drei Tage nach dem Vorstellungsgespräch ab. Eine kurze E-Mail, um sich auch nach dem Gespräch nochmal in Erinnerung zu rufen, wirkt professionell und bestärkt Ihr Interesse. Eine scheinbar kleine Geste, die einen Unterschied machen kann.
Seien Sie möglichst konkret und präzise. Zahlen zu Ihren bisherigen Erfolgen sind besonders wirksam. So können Sie Ihren Mehrwert gut veranschaulichen und Personalern klar machen, dass Sie eine wertvolle Ressource für das Unternehmen sind.
Vorstellungsgespräch auf Englisch führen
In der Ausschreibung sind exzellente oder verhandlungssichere Englischkenntnisse gefragt? Rechnen Sie damit, dass Sie Ihr Können unter Beweis stellen müssen. In einigen Bewerbungsgesprächen wird von jetzt auf gleich ins Englische gewechselt. Auch hier gilt: Vorbereitung is half the rent.
Es gibt ein paar Indikatoren dafür, ob Ihr Bewerbungsgespräch (zumindest teilweise) auf Englisch geführt wird:
- Bewerben Sie sich bei einem internationalen Konzern?
- Wird in der Ausschreibung erwähnt, dass Sie reisebereit sein sollten?
- Setzt sich das Team aus internationalen Kollegen zusammen?
Ja? Dann sollten Sie Ihre Unterlagen auch auf Englisch vorbereiten und die Fachvokabeln der Branche beherrschen. Bereiten Sie sich auch darauf vor, dass Ihre Gesprächspartner unvermittelt ins Englische wechseln und üben Sie diese Situation mit Freunden oder Bekannten. Ihre Antworten auf die typischen Fragen können Sie auch gleich auf Englisch formulieren.
Online-Vorstellungsgespräche meistern
Teams, Zoom, Skype und Co: Spätestens seit der Pandemie setzen viele Unternehmen auf Online-Interviews. Lassen Sie sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil: Dass Sie in Ihrem vertrauten Umfeld sind, kann sogar hilfreich sein. Viele Kandidaten sind in diesen Formaten weniger nervös.
Was kann ich machen, damit die Technik mitspielt?
Zur Vorbereitung Ihres Online-Bewerbungsgesprächs lohnt es sich, die technischen Voraussetzungen zu checken. Nutzen Sie einfach unsere Checkliste:
- Sorgen Sie für eine stabile Internetverbindung.
- Setzen Sie sich in eine ruhige Umgebung.
- Testen Sie vorab Bild- und Tonqualität.
- Wählen Sie eine gute Kameraperspektive.
- Richten Sie einen professionellen Hintergrund ein.
- Leuchten Sie Ihren Raum gut aus.
- Checken Sie vorab Ihren Account – vor allem Name und Profilbild.
Und vor allem: Bleiben Sie ruhig, wenn die Technik mal nicht will. Halten Sie die Telefonnummer Ihrer Ansprechperson bereit und sagen Sie Bescheid, wenn Ihre Verbindung abgerissen ist. Das kommt vor und passiert auch den besten Kandidaten. Nutzen Sie im Notfall den Hotspot Ihres Handys, wenn Ihr Heimnetzwerk streikt.
Tipps für die Gehaltsverhandlung
In jeder Bewerbung kommt es früher oder später zur Gehaltsverhandlung. Für viele Bewerber ist das ein heikles Thema. Wann ist ein guter Moment dafür? Wie hole ich das meiste raus? Mit unseren Tipps gehen Sie entspannt in die nächste Gehaltsverhandlung.
Wie gebe ich meine Gehaltsvorstellung an?
Wird schon in der Ausschreibung nach einer Gehaltsvorstellung gefragt, geben Sie Ihr Wunschgehalt auf jeden Fall an. Gehen Sie folgendermaßen vor:
- Setzen Sie Ihre Gehaltsvorstellung ans Ende des Bewerbungsschreibens.
- Nennen Sie immer das gewünschte Brutto-Jahreseinkommen.
- Geben Sie eine konkrete Zahl an. Gehaltsspannen laden dazu ein, in der Verhandlung die niedrigste Zahl anzusetzen.
- Krumme Zahlen wirken wohlüberlegt. Ein psychologischer Kniff, der Ihnen helfen kann.
- Grundsätzlich gilt: Setzen Sie maximal 20 Prozent über Ihrem aktuellen Gehalt an.
- Erwähnen Sie im Bewerbungsschreiben noch keine Zusatzleistungen (Urlaubsgeld, Fahrtkostenübernahme, Benefits etc.).
Wenn in der Ausschreibung keine Gehaltsvorstellung verlangt ist, sehen Sie davon ab, dennoch eine Zahl zu nennen. Dann wird mit Sicherheit im Vorstellungsgespräch verhandelt./p>
Wie verhandle ich mein Gehalt im Vorstellungsgespräch?
Unabhängig davon, ob in der Ausschreibung eine Gehaltsvorstellung verlangt wird oder nicht, im Vorstellungsgespräch wird es spannend. Halten Sie eine konkrete Zahl bereit, die Sie mit soliden Argumenten untermauern können. Diese sieben Tipps bringen Sie Ihrem Wunschgehalt näher:
- Informieren Sie sich über Gehälter, die in Ihrer zukünftigen Rolle und Branche üblich sind. Achten Sie auch auf regionale Gehaltsunterschiede.
- Bereiten Sie Argumente vor, mit denen Sie Ihre Gehaltsvorstellung bekräftigen.
- Argumentieren Sie ausschließlich mit Ihren Qualifikationen, Erfolgen und Verantwortlichkeiten. Externe Faktoren – wie etwa gestiegene Lebenshaltungskosten – sind keine guten Argumente für ein höheres Gehalt.
- Setzen Sie Ihre erste Zahl etwas über Ihrem Zielwert an. So bleibt Spielraum für die Verhandlung.
- Lassen Sie sich nicht abbügeln. Bei einem Nein geht die Verhandlung erst richtig los.
- Wenn Sie beim Jahresbrutto keinen Spielraum mehr haben, verhandeln Sie über flexible Komponenten. Zum Beispiel: Halten Sie ein messbares Ziel für die ersten sechs Monate fest. Wenn Sie es erreichen, bekommen Sie eine zusätzliche Zahlung.
- Erst wenn der Jahresbruttobetrag und flexible Komponenten stehen, sollten Sie über Zusatzleistungen reden. Benefits sind tolle Add-ons, aber wenn Sie unter Ihrem Wert arbeiten müssen, hilft auch der beste Rabatt im Fitnessstudio nicht.
Wenn in der Ausschreibung keine Gehaltsvorstellung verlangt ist, sehen Sie davon ab, dennoch eine Zahl zu nennen. Dann wird mit Sicherheit im Vorstellungsgespräch verhandelt./p>
Das zweite Vorstellungsgespräch
In großen Unternehmen oder bei Führungspositionen gibt es oft ein zweites Bewerbungsgespräch. Das heißt: Sie sind in der engeren Auswahl und haben bisher überzeugt – Sie müssen aber nochmal ran. In der zweiten Runde werden Ihre Fähigkeiten noch genauer unter die Lupe genommen. Beachten Sie folgende Hinweise und meistern Sie auch den Recall:
- Fragen Sie vorab, was Sie erwartet. Das zweite Vorstellungsgespräch ist meist spezifischer als das erste und kann spezifische Tests oder Übungen enthalten.
- Sprechen Sie Ungewissheiten aus dem ersten Gespräch an. Waren Sie in einem bestimmten Punkt unsicher? Dann sprechen Sie es proaktiv an und konkretisieren Sie Ihre Aussage aus dem ersten Gespräch.
- Aktualisieren Sie Ihre Unterlagen. Zwischen den beiden Vorstellungsrunden können Wochen oder sogar Monate vergehen. Veraltete Unterlagen sind ein No-Go.
- Es kommt vor, dass Sie einen Case bearbeiten oder einen Projektentwurf vorstellen sollen. Für Personaler zählt vor allem, wie Sie vorgehen. Ihr fachliches Know-how sollten Sie bereits unter Beweis gestellt haben, wenn Sie zur zweiten Runde eingeladen sind.
Und vor allem: Bleiben Sie ruhig, wenn die Technik mal nicht will. Halten Sie die Telefonnummer Ihrer Ansprechperson bereit und sagen Sie Bescheid, wenn Ihre Verbindung abgerissen ist. Das kommt vor und passiert auch den besten Kandidaten. Nutzen Sie im Notfall den Hotspot Ihres Handys, wenn Ihr Heimnetzwerk streikt.
Einzelassessments bei Führungspositionen
Sie bewerben sich auf eine leitende Funktion? Dann sollten Sie sich auf Einzelassessments einstellen. Das können Rollenspiele oder komplexe Case Studies sein. Die Unternehmensvertreter wollen Ihren Führungsstil und Ihr Verhalten in Stresssituationen kennenlernen – fachliches Wissen und exzellente Leistungen werden sowieso vorausgesetzt.
Sie bewerben sich auf eine leitende Funktion? Dann sollten Sie sich auf Einzelassessments einstellen. Das können Rollenspiele oder komplexe Case Studies sein. Die Unternehmensvertreter wollen Ihren Führungsstil und Ihr Verhalten in Stresssituationen kennenlernen – fachliches Wissen und exzellente Leistungen werden sowieso vorausgesetzt. In solchen Testsituationen zeigt sich, ob Ihre Vorgehensweise zum Unternehmen passt. Üben Sie unterschiedliche Situationen und spielen Sie sie zur Vorbereitung durch. Neben Personalern sind oftmals andere Führungskräfte des Unternehmens anwesend, die Sie beobachten und Ihr Vorgehen begutachten. In einigen Unternehmen werden auch externe Berater hinzugezogen.
Checkliste
Sie haben es eilig und wollen einen Top-Eindruck im Vorstellungsgespräch hinterlassen? Keine Sorge: Unsere Checkliste deckt die wichtigsten Schritte auf dem Weg zu Ihrem Traumjob ab.
Vorab: So bereiten Sie sich optimal vor.
- Sie bestätigen/vereinbaren den Gesprächstermin.
- Sie wissen, wo Ihr Gespräch stattfindet und wie Sie anreisen.
- Sie haben bei der Anfahrtszeit einen Puffer eingeplant.
- Sie kennen einen alternativen Anreiseweg.
- Sie bereiten Ihre Bewerbungsunterlagen vor und packen sie ein.
- Sie bringen Block und Stift mit, um im Gespräch Notizen zu machen.
- Sie kennen den Dresscode und haben passende Kleidung bereitgelegt.
- Sie haben die Nummer der Ansprechperson für Notfälle parat.
- Sie sind frisch frisiert.
- Ihr Wecker ist gestellt.
Vor Ort: So überzeugen Sie mit Ihrer Performance
- Sie haben das Tätigkeitsfeld des Unternehmens recherchiert.
- Sie wissen über Kennzahlen und Ziele des Arbeitgebers Bescheid.
- Sie sind über die Rolle Ihres zukünftigen Teams informiert.
- Sie haben die Stellenanzeige sorgfältig gelesen und kennen alle Anforderungen.
- Sie kennen den frühestmöglichen Eintrittstermin der Stelle.
- Sie kennen den Ablauf eines klassischen Vorstellungsgesprächs.
- Sie legen sich Antworten zu den typischen Fragen parat.
- Sie haben für Ihre Gehaltsvorstellungen eindrückliche Argumente parat.
- Sie haben sich notiert, welche Rückfragen Sie noch klären wollen.
- Sie begrüßen alle Gesprächspartner mit einem Händedruck.
- Sie stellen sich allen Anwesenden namentlich vor.
- Sie halten im Gespräch die Körperspannung und Blickkontakt.
- Sie reagieren gelassen auf Fang- oder Stressfragen.
- Sie wissen, welche Fragen unzulässig sind und nicht beantwortet werden müssen.
- Sie haben die Selbstpräsentation perfekt einstudiert.
- Sie belegen Ihre Erfolge mit konkreten Zahlen.
- Sie kennen Ihre Stärken und Schwächen.
- Sie begründen mögliche Lücken im Lebenslauf.
- Sie fragen am Ende, wie es weitergeht.
- Sie wissen, wen Sie bei Rückfragen kontaktieren können.
- Sie wissen, wann Sie mit einer Entscheidung rechnen können.
- Sie verabschieden sich bei allen Gesprächspartnern.
- Sie bleiben professionell bis Sie das Gebäude verlassen.
Hinterher: So bereiten Sie richtig nach
- Sie reflektieren, was gut und was weniger gut gelaufen ist.
- Sie lernen aus etwaigen Fehlern für das nächste Gespräch.
- Sie setzen ein Dankschreiben auf und verschicken es zeitnah.
- Wenn Sie nichts mehr hören, fragen Sie frühestens zwei Wochen nach Ihrem Gespräch nach dem aktuellen Stand.
- Im Fall einer Zusage entscheiden Sie sich für oder gegen den Arbeitgeber und informieren – in jedem Fall – über Ihre Entscheidung.
- Im Fall einer Absage bleiben Sie Profi und bedanken sich bei Ihrer Ansprechperson.
Häufig gestellte Fragen
Bedanken Sie sich und bestätigen Sie den Termin. Falls Sie den Termin aus einem guten Grund verschieben müssen, melden Sie sich am besten per Telefon bei Ihrer Ansprechperson. So können Sie gleich einen Alternativtermin vereinbaren. Auch eine Absage sollten Sie schriftlich vornehmen, damit das Unternehmen Bescheid weiß.
Bedanken Sie sich und bestätigen Sie den Termin. Falls Sie den Termin aus einem guten Grund verschieben müssen, melden Sie sich am besten per Telefon bei Ihrer Ansprechperson. So können Sie gleich einen Alternativtermin vereinbaren. Auch eine Absage sollten Sie schriftlich vornehmen, damit das Unternehmen Bescheid weiß.
Bedanken Sie sich und bestätigen Sie den Termin. Falls Sie den Termin aus einem guten Grund verschieben müssen, melden Sie sich am besten per Telefon bei Ihrer Ansprechperson. So können Sie gleich einen Alternativtermin vereinbaren. Auch eine Absage sollten Sie schriftlich vornehmen, damit das Unternehmen Bescheid weiß.
Bedanken Sie sich und bestätigen Sie den Termin. Falls Sie den Termin aus einem guten Grund verschieben müssen, melden Sie sich am besten per Telefon bei Ihrer Ansprechperson. So können Sie gleich einen Alternativtermin vereinbaren. Auch eine Absage sollten Sie schriftlich vornehmen, damit das Unternehmen Bescheid weiß.
Bedanken Sie sich und bestätigen Sie den Termin. Falls Sie den Termin aus einem guten Grund verschieben müssen, melden Sie sich am besten per Telefon bei Ihrer Ansprechperson. So können Sie gleich einen Alternativtermin vereinbaren. Auch eine Absage sollten Sie schriftlich vornehmen, damit das Unternehmen Bescheid weiß.
Bedanken Sie sich und bestätigen Sie den Termin. Falls Sie den Termin aus einem guten Grund verschieben müssen, melden Sie sich am besten per Telefon bei Ihrer Ansprechperson. So können Sie gleich einen Alternativtermin vereinbaren. Auch eine Absage sollten Sie schriftlich vornehmen, damit das Unternehmen Bescheid weiß.
Bedanken Sie sich und bestätigen Sie den Termin. Falls Sie den Termin aus einem guten Grund verschieben müssen, melden Sie sich am besten per Telefon bei Ihrer Ansprechperson. So können Sie gleich einen Alternativtermin vereinbaren. Auch eine Absage sollten Sie schriftlich vornehmen, damit das Unternehmen Bescheid weiß.